Ein Beispiel hierfür ist die EU-Verordnung über künstliche Intelligenz, auch als AI Act bezeichnet. Sie verfolgt einen risikobasierten Ansatz, nimmt unter anderem Anbieter und Betreiber von KI-Systemen in die Pflicht und verbietet bestimmte KI-Anwendungen. Je nach Art und Einsatzgebiet eines KI-Systems können unter anderem Anforderungen an Transparenz, Risikomanagement, Dokumentation und menschliche Aufsicht gelten.
Neben dem AI Act können für Unternehmen weitere Anforderungen im Zusammenhang mit KI relevant sein. Hierzu gehören beispielsweise:
- Datenschutzrechtliche Anforderungen wie die Datenschutz-Grundverordnung
- Cybersicherheitsrechtliche Anforderungen wie der Cyber Resilience Act
- Produkthaftungs- und produktsicherheitsrechtliche Anforderungen wie die Produkthaftungsrichtlinie oder die Maschinenverordnung
- Branchenspezifische Anforderungen wie die Medizinprodukteverordnung
Unternehmen sollten daher prüfen, welche Vorgaben sie betreffen, und deren Erfüllung entsprechend dokumentieren. Darüber hinaus sollten sie festlegen, unter welchen Bedingungen sie und ihre Mitarbeitenden KI einsetzen. Ein solches internes Regelwerk kann beispielsweise zulässige Werkzeuge, den Umgang mit vertraulichen Daten oder Prüfpflichten für KI-generierte Ergebnisse regeln.