Diese Veränderung ist kein Selbstzweck. Sie ist eine Chance, interne und unternehmensübergreifende Abläufe nachhaltig zu verbessern. Produkte bestehen zunehmend aus unzähligen Einzelteilen und Unternehmen stehen in engen Wechselbeziehungen zu Kunden, Lieferanten und weiteren interessierten Parteien. Gerade deshalb wird der richtige Umgang mit Qualitätsdaten zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Reines Ursache-Wirkungs-Denken reicht dafür nicht mehr aus – gefragt ist systemisches Denken, wie es sinngemäß auch die ISO 9001 mit ihrer Forderung nach dem „Kontext der Organisation" einfordert.
Aus dieser Betrachtung lassen sich neun zentrale Handlungsfelder der Digitalisierung im Qualitätsmanagement ableiten, die sich in drei Perspektiven gliedern:
- Regulative Anforderungen (Handlungsfelder 1–3): Wie gehen Qualitätsmanager:innen mit Kunden-, Normen- und Gesetzesanforderungen um?
- Komplexität und Daten (Handlungsfelder 4–6): Wie lässt sich Qualität bei komplexeren Produkten, wachsenden Datenmengen und in digitalen Fabriken sicherstellen?
- Unternehmensführung (Handlungsfelder 7–9): Welchen Beitrag leistet das Qualitätsmanagement zur strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens?
Je nach Branche, Unternehmensgröße und Zielsetzung lassen sich einzelne Felder unterschiedlich stark gewichten. Klar ist aber: Ein digitales Qualitätsmanagement, das alle neun Bereiche im Blick behält, verschafft Unternehmen einen echten Wettbewerbsvorteil. Im Folgenden stellen wir alle neun Handlungsfelder im Detail vor.
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