Welche Vor- und Nachteile die jeweilige Lösung mit sich bringt, zeigt sich schnell im Alltag, aber auch bei der Vorbereitung auf ein Audit. In vielen Fällen sind nämlich Informationen zu Prozessen, Maßnahmen oder Qualitätsdaten nicht an einer zentralen Stelle zu finden: Sie sind verteilt auf unzählige Tabellen, Dateiordner, E-Mails und so weiter. Hinzu kommen riesige Mengen an Wissen in den Köpfen der Mitarbeitenden, das nirgendwo dokumentiert ist. Die Folge sind Medienbrüche, Mehraufwand und die Gefahr von Fehlern durch doppelte Datenpflege. Transparenz und Nachvollziehbarkeit bleiben entsprechend auf der Strecke.
Ein erneuter Blick auf die 7 Grundsätze des QM offenbart: Diese zu erfüllen, ist ohne eine einheitliche und leicht zugängliche Datenbasis fast unmöglich. Denn wie sollen zum Beispiel faktengestützte Entscheidungen möglich sein, wenn diese Fakten gar nicht für die beteiligten Personen zugänglich sind? Derartige Bezüge lassen sich über alle Grundsätze hinweg herstellen. Deshalb stoßen isolierte Tabellen, Wissensinseln und Einzeltools mit steigender Komplexität schnell an ihre Grenzen. Im schlimmsten Fall verbringen Mitarbeitende mehr Zeit mit der Suche nach Informationen oder dem händischen Übertragen von Daten als mit ihrer eigentlichen Arbeit.
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