Wie Managementsysteme auf das Ökosystem für Qualität einzahlen

Ein Ökosystem für Qualität existiert bereits

Ökosysteme sind nicht neu – dass sie etwas Natürliches sind und gut funktionieren, sehen wir am Beispiel des Waldes. Letztlich liegt es da doch nahe, sich auch im Qualitätsmanagement in einem Ökosystem zu organisieren. Ein solches Ökosystem für Qualität sehe ich als ein Idealbild an, das in seinen Anfängen bereits erfüllt ist: Denn an all den Stellen, an denen im Liefernetz ein Beziehungsgefüge zwischen verschiedenen Geschäftspartnern besteht, kommen bereits die grundlegenden Prinzipen eines Ökosystems für Qualität zum Tragen. Dieses basiert auf Ehrlichkeit, Vertrauen und guter Zusammenarbeit. Ebenso wie ein einzelner Baum nicht gleich einen ganzen Wald bilden kann, wird auch ein einzelnes Unternehmen allein keine von Erfolg gekrönte Qualität erzeugen. Ein autonomes Verständnis von Qualität ist nicht zielführend – vielmehr sind wir auf gute Geschäftsbeziehungen angewiesen. Um dem Idealzustand näher zu kommen, gilt es also, die Zusammenarbeit zu fördern. Eine Qualitätsmanagement-Software, die Workflows digital und unternehmensübergreifend abbildet, bietet den Rahmen dafür.

Managementsysteme als gemeinsame Basis

Qualität ist keine isolierte Disziplin. In Hinblick auf die Organisation eines Unternehmens kann es also nur eine Schlussfolgerung geben: Qualität ist immer Teil des gesamten Managementsystems. So definieren Unternehmen die Art und Weise, wie sie sich in ihren Strukturen organisieren, um systemisch zu handeln – und Qualität zu erzeugen. In Managementsystemen beschreiben wir die Bedingungen für den späteren perfekten Kundenservice, schaffen gute Bedingungen für nachhaltige Innovationen sowie beste Produkte und definieren, wie wir mit unseren Partnern zusammenarbeiten wollen. Aus diesem Grund sehe ich Managementsysteme als gemeinsame Basis für ein Ökosystem für Qualität.

Im Managementsystem wirkt jede:r mit – und damit auch im Ökosystem für Qualität

Das Managementsystem wird auf oberster Ebene verantwortet, aber von jedem Mitarbeitenden getragen. Somit fängt es mit der persönlichen Bereitschaft an und wirkt am Ende unternehmensübergreifend. Jedes Unternehmen kann einen positiven Beitrag zur Entstehung des Ökosystems für Qualität leisten, indem es Qualität als zentralen Wert verankert und jedem Beteiligten Leitsätze auf strategischer und operativer Ebene bietet, die das übergeordnete Ziel verfolgen. Aber: Auch Unternehmen, die Qualität heute noch nicht in einem Managementsystem verankert haben, leisten ihren Beitrag. Nutzen sie eine QM-Software, gehen sie mit den dadurch erzeugten operativen Erfolgen einen ersten Schritt in die Richtung eines Managementsystems – denn so werden analoge Daten digital, Qualitätsprozesse reifer und die Zusammenarbeit einfacher.

Unternehmen sind in ihren Entscheidungen frei: wohin sie sich bewegen, was sie erwarten und welchen Beitrag sie für die Gesellschaft leisten. Das spiegelt sich auch in der Auswahl von Lieferanten und Kunden wider. Lieferanten sollten vor der Zusammenarbeit auf die eigenen Grundsätze hin auditiert werden. Auch Kunden, die den eigenen Grundsätzen vollkommen entgegenstehen, können zum Problem werden.

Positiver Einfluss auf die Wirtschaft

Ein Ökosystem für Qualität kann die Wirtschaft positiv beeinflussen. Letztlich ist alles eine Frage der Kultur: Wer ist bereit dazu, fair, transparent und partnerschaftlich zu arbeiten? Entscheiden sich Unternehmen dazu, transparent zu arbeiten und gemeinsam mit den Geschäftspartnern aus möglichen Fehlern zu lernen, könnte das einen wirtschaftlichen Erfolg für alle Beteiligten bedeuten. Vielleicht ist das sogar als ein Gedanke der westlichen Welt zu betrachten, der uns einen Vorsprung bietet: Europäische Unternehmen, die in einem Ökosystem für Qualität agieren, können internationale Wettbewerber mit anderen kulturellen Vorstellungen abhängen. Wir können gemeinsam eine Form der Zusammenarbeit finden, die es uns ermöglicht, schneller und besser zu lernen. Je lernbereiter die Unternehmen sind und je mehr Möglichkeit zum Lernen geschaffen wird, desto plausibler ist es, dass Unternehmen eine hohe Geschwindigkeit entwickeln, um Probleme zu erkennen und Lösungen dafür zu finden.

Wandel der Fehlerkultur als Voraussetzung

Der Wandel der Fehlerkultur ist die Voraussetzung, um den Gedanken des Ökosystems für Qualität zu leben. Wir alle müssen lernen, Fehler zu akzeptieren und sie als etwas Gutes anzusehen, aus dem wir noch lernen werden. Fehler sind ein sehr komplexes Feld, das Benedikt Sommerhoff in seinem Beitrag „Schlechte Felher, gute Fheler – Welche Fehlerkultur darf’s denn sein?“ sehr treffend beschreibt. Zu häufig wird der Fokus auf Fehler selbst gelegt; nicht aber auf die Entscheidungen, die zu den jeweiligen Fehlern geführt haben. Wichtig für den richtigen Umgang mit einem Managementsystem ist vor allem eines: zu entscheiden, wer entscheidet. Und das sollten nicht zwingend die Personen auf der obersten hierarchischen Ebene sein, sondern die mit der für die jeweilige Entscheidung benötigten Kompetenz. Man kann es an dieser Stelle nur noch einmal sagen: Jede:r trägt das Managementsystem – von Mitarbeiter:in bis zur Geschäftsführung.

Wir alle sollten anfangen, das große Ganze zu sehen

Die Zeit ist gekommen: dafür, nicht mehr so weiterzumachen, wie zuvor und auch dafür, den langfristigen, statt den kurzfristigen Erfolg in den Fokus unseres Handelns zu stellen. Betrachtet man die Nachrichtenmeldungen, die uns täglich aus aller Welt erreichen, merkt man schnell, dass die Menschheit zum Teil wirklich schädigend unterwegs ist – zum Nachteil Anderer oder auch der Umwelt. Man kann das Handeln anderer Menschen und Unternehmen ignorieren, man kann aber auch selbst anfangen, Dinge in die Hand zu nehmen.

Wir bei Babtec wollen unseren Beitrag dazu leisten und Ihnen mit unserer QM-Software einen digitalen Rahmen bieten, der neben der Abbildung Ihrer Qualitätsprozesse auch die Vernetzung mit Ihren Geschäftspartnern ermöglicht. Auf diese Weise wollen wir Ihre Beziehungen untereinander im Sinne eines Ökosystems für Qualität stärken. Was meinen Sie: Wer wird erfolgreicher sein? Unternehmen, die sich darauf einlassen und vertrauensvoll miteinander umgehen oder diejenigen, die weiterhin nur auf ihren ganz persönlichen Vorteil bedacht sind und ihr Umfeld dabei ausblenden?

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