Mut zur Nachhaltigkeit

Wie steht es um die Nachhaltigkeit in Zeiten nach Corona? Machen wir im Anschluss an die Rückkehr aus dem Homeoffice genauso weiter wie vor der Krise? An der Herausforderung der Erderwärmung und der Notwendigkeit, fair mit den Ressourcen der Erde umzugehen, hat sich ja nichts geändert. Aber reagieren wir noch auf die gleichen Reizworte wie zuvor oder hat Corona uns verändert?

Bedeutend ist, welche Erfahrungen wir in Krisen sammeln und wie sie unser zukünftiges Handeln beeinflussen. Ein unmittelbarer Unterschied, den wir alle in der jüngsten Krise erlebt haben, ist das spürbare Tempo, mit dem sie unseren Alltag zum Stillstand gebracht hat.

Auch bei der Erderwärmung ist sofortiges Handeln von elementarer Bedeutung. Und dennoch braucht es Jahre, um einzelne Maßnahmen überhaupt nur anzustoßen. Die Strategie dabei ist langfristig ausgelegt und genauso verhält es sich mit den operativen Handlungen. Während der Corona-Krise haben die Regierungen der Länder aber gezeigt, dass Maßnahmen auch in wenigen Tagen einschneidend auf unseren Alltag Einfluss nehmen können. Strategisch geht es darum, den Kampf gegen das Virus langfristig zu gewinnen; taktisch wählten die Regierungen aber den Einsatz frappierender Sofortmaßnahmen, zu denen uns die Erderwärmung allein niemals getrieben hätte. Das Virus lehrt uns viel in Sachen Verletzlichkeit unserer globalen Welt, unserer Lieferketten und fordert auf, über endloses Wachstum neu nachzudenken. Es ist offenkundig, dass wir nicht in eine Welt, wie sie vor COVID-19 war, zurückkehren werden.

Wir haben heute mehr Kenntnis über die Verwundbarkeit des Systems, in dem wir leben und agieren. Der Umgang mit Resilienz, Anpassung oder sogar Verzicht gehört in die Werkzeugkiste des modernen Qualitätsmanagements. Neue Ideen für bessere Produkte und Prozesse, warum nicht auch für einen anderen Umgang mit Kunden und Lieferanten im gesamten Liefernetz? Arbeiten wir an einer gemeinsamen Plattform für beste Ideen und wirkungsvolle Maßnahmen – für ein Qualitätsmanagement der Zukunft, denn Nachhaltigkeit ist keine Einzelaufgabe.

Mit Qualität vorangehen

Bekannte Normen und Richtlinien, wie etwa die ISO 13485 in der Medizinbranche, verpflichten Unternehmen dazu, Lieferanten systematisch auszuwählen und weiterzuentwickeln. Formal schafft das Rechtssicherheit und stabile Prozesse. Wären da nicht gleichzeitig auch der Hang zur Überregulierung und der Druck nach „so billig wie möglich“.

Moderne Software kann einen wirkungsvollen Beitrag leisten, normative Anforderungen zu bedienen, um diese gewinnbringend und fair für Kunden und Lieferanten zu gestalten. Zum Beispiel unterstützt ein transparentes Onboarding – mithilfe zielführend eingesetzter Tools wie Audit, Maßnahmen- sowie Aufgabenmanagement, Erstbemusterung und Dokumentenbereitstellung – die Beteiligten auf allen Seiten. Anstatt Qualität zu simulieren, hilft Transparenz und bietet beiden Geschäftspartnern Orientierung. Das ist die Basis für eine ehrliche und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Über das Onboarding hinaus wird mithilfe moderner Software die Zusammenarbeit in der Lieferkette wirkungsvoll unterstützt. Eine ausgelagerte Wareneingangsprüfung reduziert die Prozesskosten, vermeidet Blindleistungen und fördert das gegenseitige Vertrauen. Transparente Reklamationsprozesse ermöglichen gemeinsames Lernen und sind Anstoß für zügige Produkt- sowie Prozessverbesserungen oder Innovationen. Bisher getrenntes Wissen und Erfahrungen werden zusammengeführt und geteilt. Aus dem klassischen Kontrollsystem einer Lieferantenbewertung erwächst so ein systematischer Austausch über Entwicklungsmöglichkeiten für beide Partner.

Wenn die Prozesse der Auswahl, Entwicklung und Bewertung von Lieferanten durch Unterstützung moderner Qualitätsmanagementsoftware schlüssig werden, entsteht Sinn für die Organisation als Ganzes. Das erst ist die Basis für nachhaltiges Handeln im eigenen Unternehmen und in der Zusammenarbeit.

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