Prozess-FMEA

Die Prozess-FMEA ist ein Teilbereich der FMEA, bei dem es um die Untersuchung eines bestimmten Prozesses geht. Auslöser einer Prozess-FMEA können beispielsweise neue Konstruktionen, Technologien oder Prozesse sein, die Änderung eines bestehenden Prozesses oder auch die Anwendung eines Prozesses in einem neuen Bereich. Insbesondere bezieht sie sich auf die Bereiche Fertigung, Montage und Prüfung. Die Prozess-FMEA wird im Rahmen der Produktionsplanungsphase durchgeführt und zielt darauf ab, einen reibungslosen Prozess zu schaffen.

Hierfür werden alle Faktoren ermittelt, die einen solchen einwandfreien Prozessablauf verhindern oder erschweren könnten. Bei der Prozess-FMEA wird die gesamte Handlungskette mit allen Einflüssen betrachtet. Es wird das Herstellungsverfahren mit den Faktoren Eignung und Sicherheit in Betracht gezogen, außerdem die Qualitätsfähigkeit und Prozessstabilität sowie die Ermittlung von Prozesssteuerungsmerkmalen.

Wie wird eine Prozess-FMEA durchgeführt?

Bei der Prozess-FMEA wird zunächst der Gesamtprozess in einzelne Teile und Arbeitsschritte zerlegt. Im Anschluss werden die Prozessinhalte sowie die besonderen Produktmerkmale in den einzelnen Prozessschritten detailliert beschrieben. Nun können mögliche Fehler aus den Prozessen abgeleitet und die Fehlerursachen ermittelt werden. Unter Berücksichtigung der Fehlerfolge kann das Risiko festgestellt und eine Risiko-Rangliste erstellt werden.

Aus diesen Erkenntnissen lassen sich Optimierungsmaßnahmen und der angestrebte Endstand ableiten. Zum Schluss kann zur Erfolgskontrolle ein Prozessablaufdiagramm sowie ein Kontrollplan erstellt werden.